IBA meets IBA. Zur Tradition eines besonderen Planungsinstruments

Sie ist schon weit gereist: Die Ausstellung „IBA meets IBA“ zur hundertjährigen Geschichte der Internationalen Bauausstellungen wanderte zwischen 2006 und 2014 zu über 20 Standorten im In- und Ausland.

Die Ausstellung, die das M:AI zusammen mit der IBA Hamburg entwickelt hat, wurde 2007 erstmals zum Auftakt der IBA Hamburg mitten im Projektgebiet, im Stadtteil Wilhelmsburg, gezeigt. Sie diente sowohl dem Fachpublikum als auch interessierten Bürgern dazu sich über die Möglichkeiten und Chancen eines Entwicklungsprogramms namens „Internationale Bauausstellung“ zu informieren. Mit der Mathildenhöhe in Darmstadt 1901 beginnt die lange Geschichte der Internationalen Bauausstellungen. Sie haben in Städten und Regionen in Umbruchphasen immer wieder Grundsteine gelegt für neue zukünftige Entwicklungen.

Der historische Rückblick der Ausstellung diente sowohl im wissenschaftlichen Diskurs und dort, wo IBAs vorbereitet wurden als Anregung, Inspiration und Rahmen, die Stadt unterschiedlich neu zu denken. So wurde „IBA meets IBA“ in Basel im Vorfeld der Planungen einer trinationalen IBA gezeigt. In Frankfurt bot sie Raum, um Planungen einer Metropolregion Rhein-Main vorzubereiten. In Magdeburg in der Stadtverwaltung und in Oldenburg an der Universität informierten die Inhalte Studierende der Raumplanung. Ein Ort der Diskussion über eine IBA BERLIN 2020 wurde sie in Berlin. Und auf dem Stuttgarter Weißenhof sensibilisierte die Schau für ein Programm zur Wandlung der Region. Ihren endgültigen Präsentationsort hat die Ausstellung nun zum Abschluss der IBA-Fürst Pückler Land 2010 im IBA-Studierhaus von Großräschen gefunden.