Kubus oder Kuppel
Moscheen. Perspektiven einer Bauaufgabe

Die Ausstellung „Kubus oder Kuppel. Moscheen. Perspektiven einer Bauaufgabe“ übernahm das M:AI 2013 vom Institut für Auslandsbeziehungen und der ifa-Galerie Stuttgart.

Zentral war die Frage: Was macht eine Moschee zur Moschee? Die Antwort: eine Wand, ausgerichtet nach Mekka. Für die Architektur der Moscheen gibt es zwar Traditionen und Bezüge, jedoch nur wenige ästhetische Gestaltungsvorschriften. In vier Kapiteln zeigte die Ausstellung Gestaltungsvariationen und Entwürfe: In “Neue Wege” wurden Bauten in postkolonialen Staatengründungen wie Indonesien und Pakistan ebenso verhandelt wie der Neubau von Gebetshäusern im durch Migration geprägten Europa. “Zeitgenossenschaft” thematisierte die Entwicklung einer eigenen Formensprache in Ankara, Dubai, Ramallah sowie Singapur. “(Un)-Sichtbarkeit” stellte Strategien vor, bei denen Planer sich mit Tarnarchitektur einerseits und der künstlerischen Irritation andererseits auseinandersetzten. Schließlich bezog sich “Begegnungen” auf klassische Bauformen, aber auch auf die Öffnung hin zu anderen Religionen. Mittels vieler Beispiele bilanzierte die Ausstellung erstmals die jüngsten Entwicklungen dieser auch in Europa immer wichtigeren Bauaufgabe

Das M:AI zeigte “Kubus oder Kuppel” in der Volkshochschule in der Essener Innenstadt – einem Ort, den täglich viele muslimische Mitbürger besuchen. Mit dem Thema “Moschee-Bauten in NRW” erweiterte das M:AI die ursprüngliche Ausstellung. Dies lag nahe, denn rund 33 Prozent der Muslime in Deutschland leben in NRW und haben dort eine rege Bautätigkeit entfaltet. Die Fotoausstellung “Muslimische Gebetshäuser” von Mustafa Sentürk ergänzte die Präsentation mit einem sehr persönlichen Blick auf unterschiedliche Moscheen in NRW und das vielfältige Leben im Umkreis der Gebetshäuser.