Positionen junger Schweizer Architekten

Wie finden Architekten ihre Position in der Architektur? Und wie lässt sich diese Haltung ausstellen? Das M:AI präsentierte im Herbst 2015 im StadtBauRaum in Gelsenkirchen fünf Architektur-Positionen von fünf jungen Schweizer Büros. Ein Experiment.

Interessant an „Positionen junger Schweizer Architekten“ war zum einen das weite Spektrum unterschiedlicher Haltungen und Deutungsansätze gegenüber der Architektur, der Stadt und der Gesellschaft. Spannend war zum anderen, wie die beteiligten Teams für die Ausstellung zusammengearbeitet haben und welche Darstellungsform sie wählten. Die Auseinandersetzung mit der Aufgabe seine Haltung in einem Ausstellungsraum auszudrücken, stand im Vordergrund des Experiments. Alle Teilnehmer waren frei darin, ihren eigenen Präsentationsweg zu wählen und umzusetzen. Das Ergebnis: Es entstand eine Kügli-Bahn, die die Positionen aller mit einander verband und die Kugeln durch fünf unterschiedlich gestaltete Raumbereiche rollen ließ und eine gemeinsame Perspektive erzeugte: Immer in Bewegung, aber auch immer unterschiedlich bewegt, folgte die Kugel ihrer Bahn durch den Ausstellungsraum.

Unterhalb der Bahn wurde der Ausstellungsraum zu einem sichtbaren Rahmen für Diskussionen und Begegnungen zwischen Besuchern und Architekten. Er lud dazu ein, frei und spielerisch über Architektur und ihre Aufgaben nachzudenken. Dabei warf die Kügli-Bahn auch Fragen auf nach den Motiven, Ansätzen und Folgen der jeweiligen Positionen. Dabei ging es auch um den Perspektivwechsel von in der Schweiz arbeitenden Architekten hin zu Herausforderungen der urbanen Entwicklung am Ausstellungsort in NRW.

Folgende Büros beteiligten sich an Positionen junger Schweizer Architekten:

  • BHSF in Coop mit Udo Thönnissen, Zürich
  • Véscey Schmidt Architekten, Basel
  • Bureau A, Genf
  • LVPH architectes, Fribourg / Pampginy
  • Pascal Flammer, Balsthal